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3. Bauschadensbericht:
Anteil der Baugruppen an den Schäden



Alle bisher vorliegenden Einzeluntersuchungen zeigen, dass ein großer Anteil von vermeidbaren Schäden auch bei Bauleistungen im Bestand (Instandsetzungs- und Modernisierungsarbeiten) auftreten.

Zirka 37 % aller Schäden bei Instandsetzungs- und Modernisierungsarbeiten wurden bei Außenwänden, ca. 33 % bei Dächern und Balkonen und ca. 16 % bei Bauteilen im Erdreich beobachtet.

Wie aus Abbildung 2.18 ersichtlich, weicht die Schadensverteilung bei Arbeiten im Bestand nicht wesentlich von der Schadensverteilung bei Neubauten ab. Der höhere Prozentsatz von Schäden an Außenwänden bei Sanierungen ist im wesentlichen auf Schimmelpilzbefall nach Fensteraustausch zurückzuführen.

Schäden an Dächern und Balkonen entstehen sowohl durch mangelhafte Flachdachsanierungen als auch durch nicht fachgerechten nachträglichen Ausbau von geneigten Dächern. Die deutlich höheren Schäden an Fußböden im Neubaubereich sind in der Regel Schäden des schwimmenden Estrichs, der im Altbau in wesentlich geringerem Umfang verwendet wird.

Geht man davon aus, dass nach allen vorliegenden Untersuchungen der Schadensumfang bei Arbeiten in bestehenden Gebäuden mindestens ebenso groß wie bei Neubauten ist, so kann der Aufwand für die Nachbesserung vermeidbarer Bauschäden bei Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen für die BRD auf rund 3,3 Mrd. DM im Jahr 1992 geschätzt werden.

Bei geschätzten Schadenskosten an Neubauten von rund 3,4 Mrd. DM im Jahr 1992 (Abb. 2.16) summieren sich die Schäden an Hochbauleistungen für 1992 auf insgesamt ca. 6,7 Milliarden DM. Angesichts der dringend benötigten Mittel zur Erhaltung des Gesamtbaubestandes muß weiterhin an einer deutlichen Senkung dieser für die Volkswirtschaft unproduktiven Kosten gearbeitet werden.

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