:: richtigsanieren.de - Informationen für Bauherren

 :: Home  :: Information  :: Kontakt   :: Impressum   :: Suchen   :: zurück   ::

Bautechnik

 

Wie die Lagerfläche zum Atelier wird

Lagerflächen sind großartige temporäre Helfer, um einen Umzug oder Platz raubende Gegenstände zu verstauen, ohne diese gleich wegzuwerfen. Heutzutage kann man Lagerflächen bei immobilienscout24.de kaufen oder mieten, in Blättern wie der „zweiten Hand“ suchen oder einfach in der lokalen Zeitung selbst annoncieren. Doch was tun, wenn die Lagerfläche unnötig geworden, dafür aber die Suche nach einem anderen Raum in den Vordergrund getreten ist?

Von der Lagerfläche zum Atelier

Grundsätzlich sind Lagerflächen je nach Größe und Beschaffung Räume, die trocken und auch beheizbar sein müssen, da sonst das Eingelagerte zu Schaden kommen kann. Sofern also eine alte Halle oder ein Fabrikzimmer gekauft und nicht mehr für Lagerungszwecke gebraucht wird, bietet sich ein Umbau an. Das Schöne an alten Hallen ist der Charme, den kein neues Gebäude bieten kann. Wichtig ist deshalb vor allem, dem Gebäude nicht „gegen den Strich“ zu bürsten. D.h. behalten Sie den ursprünglichen Stil grundsätzlich bei. Bei Lagerhallen sollten die alten Backsteine abgeschliffen werden. Entweder einfach mit Lack (im Baumarkt nachfragen, was sich am besten eignet) anstreichen und trocknen lassen, dann wirkt das rote Backsteinwerk immer sehr wärmend. Alternativ kann natürlich auch eine kräftige Farbe über die Steine gestrichen werden. Zu beachten ist, dass weiß sehr kalt wirkt und schwarz alles schluckt. Bei sehr bunten Farben muss das Interieur sehr gut auf die Farbe passen, sonst wirkt es schnell wie eine Spielzeugfabrik oder aber im Falle von schwarz wie eine Dunkelkammer.

Von der Farbe zum Boden

Wichtig ist auch der Belag. Wenn die Lagerhalle Teppich hatte, dann raus damit. Alte Dielen abschleifen, kaputte Steinböden ausbessern mit flüssigem Bodenbelag. Dieser lässt sich auch in allen Farben und Mustern kaufen. Einfach auftragen, von der Erdanziehungskraft glätten lassen und warten, bis der Boden trocken ist. Wichtig ist auch hier, dass der Boden den Erwartungen standhält. Wenn die Lagerhalle Atelier wird und jeden Tag neue Menschen mit vielen verschiedenen Schuhen zu Besuch kommen, sind weiches Holz und Teppich keine guten Lösungen. Wenn Wand und Boden stehen, müssen noch passende Lampen heraus gesucht werden. Zu künstliches Licht stellt die Fabrik Atmosphäre, die man eigentlich loswerden wollte, wieder her, davon ist also abzuraten. Besser ist es, ein paar kreative Lampen aus speziellen Läden oder Inneneinrichtungszentren zu erwerben. Sodann ist der Umbau auch schon dem Ende nahe. Einrichtungsgegenstände für die ehemalige Lagerhalle müssen dann einfach nur dem Umbauer gefallen. Denn wenn die Möbel gefallen, passen diese auch in das Umfeld und so hat man innerhalb kurzer Zeit statt einer Lagerhalle ein wunderschönes Atelier.

s.09.12



Neue Entwicklungen im Baustoffbereich

Bei Wandoberflächenbeschichtungen gibt es interessante Entwicklungen zu beobachten. Insbesondere der Nanotechnologie werden große Potenziale zugesprochen. Bekannt sind auch Versuche, mittels Beeinflussung des Absorptions- bzw. Emissionsverhaltens der Oberflächenbeschichtung die Heizenergiebilanz des Gebäudes zu beeinflussen.

Die Außenwand der Gebäude wird u.a. wie folgt beeinflusst: Niederschläge erhöhen den Feuchtegehalt, der Grad der Luftfeuchte beeinflusst die Ausgleichsfeuchte, die Windgeschwindigkeit beeinflusst den Abtrag von Feuchte und Wärme, der energetische Zustand der Umgebung beeinflusst die Nettostrahlung, das Verhältnis von Direkt- und Globalstrahlung beeinflusst die Oberflächentemperatur, der jahreszeitliche Sonnenstand bedingt Dauer und Intensität der Direktstrahlung, der Luftdruck beeinflusst die Diffusionsvorgänge, Verdunstung bedeutet Verdunstungskälte (Energieabtrag), die Lufttemperatur beeinflusst mit die Taubildung, der Bewölkungsgrad wirkt sich auf die Strahlungsbilanz aus.

Praxisrelevant sind die Wellenlängen um die 10
mm (-10°C bis +10°C), wenn man vom „Wärmeverlust“ über die Wandoberfläche spricht. In Wintermonaten sind Wandoberflächentemperaturen von über 40 °C messbar (EMPA), daher sind die Mechanismen des solaren Ertrages einer erneuten Betrachtung zu unterziehen.

Einsparungen an Heizenergie sind auch auf anderem Wege als mittels Beeinflussung der Wärmeleitung möglich. Zu den praktischen Erfahrungen der thermokeramischen Membrantechnologie gibt es seit November 2004 die umfassenden wissenschaftlichen Grundlagen, insbesondere zu Vorgängen aus dem Bereich der optischen Physik.

Die optischen Eigenschaften unterscheiden sich wesentlich von den herkömmlichen Betrachtungen zu transparenten und teilweise transparenten Medien, anstelle der Begriffe Absorption und Vielfachreflexion ist der des Scattering aus dem Shnir-Modell zu verwenden, um die Vorgänge richtig beschreiben zu können.

Das effektive Emissionsvermögen des Verbundstoffes ist eine komplexe Funktion mehrere Faktoren, die bislang labormesstechnisch nicht dargestellt wurden, daher sind Überlegungen zu geeigneten Messmethoden anzustellen. Es ist der Begriff der „variablen effektiven Emissivität“ einzuführen.

Es ist eine Isolierwirkung möglich, die nicht auf dem Prinzip der Wärmeleitung beruht und daher auch nicht danach beschrieben werden kann. Die thermokeramische Membran wirkt hinsichtlich des Temperaturniveaus trennend bzw. isolierend, was auch die in der Praxis beobachtete thermische Entspannung der Oberfläche erklärt.

Die EU Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz bei Gebäuden sieht u.a. die Einführung neuer Berechnungsverfahren sowie die Fortschreibung der Normen gemäß dem Stand der Technik und der Wissenschaft vor.

Die Implantation dieser Technologie in volkswirtschaftlichem Umfang im Gebäudebestand eröffnet die Möglichkeit effektiver, wirtschaftlicher Einsparlösungen bei gleichzeitiger Ressourcenschonung und großem Gestaltungsspielraum.

Dipl.-Ing. M. Bumann
13.02.2006

Informationen im Internet:
:: SICC Coatings

:: Thermokeramische Membrantechnologie

:: Der Fachartikel zum Download
Wörter: 362, Zeichen: 2.695 / 3.047, Absätze: 11, Zeilen: 52

nach oben


Wartung von Holzfenstern
Streicheleinheiten fürs Fenster
Regelmäßige Wartung zahlt sich aus

Fenster und Türen müssen viel aushalten. Tägliche Nutzung, Wind und Wetter beanspruchen Dichtungen, Rahmen und Beschläge. Sie versehen dennoch viele Jahr-zehnte zuverlässig ihren Dienst – besonders dann, wenn man ihnen ab und an etwas Aufmerksamkeit und Pflege zukommen lässt. So wie die jährliche Inspektion beim Auto selbstverständlich ist, sollte man auch seine Fenster einer regelmäßigen Wartung unterziehen. Worauf muss man dabei achten?

Dichtung
Intakte Dichtungen sorgen dafür, dass Feuchtigkeit und Lärm draußen bleiben und andererseits wertvolle Heizenergie nicht nach draußen verloren geht. Ob die Fenster noch richtig schließen, kann man ganz einfach mit einem Blatt Papier überprüfen: Wenn sich das eingeklemmte Blatt aus dem geschlossenen Fenster herausziehen lässt, ist eine Erneuerung durch einen Handwerker dringend nötig. Zur Pflege genügt die Säuberung mit Wasser und wenig Spülmittel. Ab und zu etwas Talkum auftragen, das hält die Dichtung elastisch. Auf keinen Fall scharfe Reinigungsmittel verwenden.

Beschläge
Bewegliche Mechanikteile an Fenster und Türen pflegt man mit harz- und säurefreiem Fett (z.B. Nähmaschinenöl): am Besten einmal pro Jahr und nicht erst dann, wenn’s beim Öffnen quietscht.

Drainageöffnung
Jedes Fenster besitzt im unteren Blendrahmen eine so genannte Drainageöffnung. Dadurch kann Wasser nach außen ablaufen. Staub und Dreck können dazu führen, dass diese Öffnungen verstopfen. Einmal jährlich beim Fensterputzen kontrollieren – und bei Bedarf mit einem festen Pinsel oder einem Pfeifenputzer reinigen.

Rahmen
Fensterrahmen aus dem organischen Material Holz freuen sich über kleine „Streicheleinheiten“. Etwas Pflegemilch, die man einmal pro Jahr beim Fensterputzen aufträgt, verleiht den wertvollen Holzrahmen eine schöne Optik und schützt sie vor Wind und Wetter. Das ist nicht viel Aufwand und zögert die Anstrichintervalle hinaus. Trotzdem gilt: den Anstrich einmal jährlich auf Risse überprüfen und bei schadhaften Stellen nachstreichen. Vorteil bei Holz: Reparaturen und Verschönerungen sind ohne großen Aufwand möglich.

Verhältnismäßig wenig Aufwand also, der sich auf Dauer auszahlt. Die regelmäßige Wartung und Pflege danken Fenster und Türen mit einer langen Lebensdauer von etwa 20 bis 30 Jahren. Wer sich nicht selbst darum kümmern will: Fensterhersteller und Tischler bieten auch Wartungsverträge an.

Pressedienst „Fenster aktuell“
Ausgabe II / August 2008

nach oben

Verschlechterung des Trittschalls bei Einbau von Parkettboden in Eigentumswohnung

OLG München, Beschluss vom 09.01.2008, 34 Wx 114/07

In einer Eigentumswohnanlage, die 1972 errichtet wurde, befand sich ein Textilbodenbelag. Dieser führte zu einem Trittschallschutz von 52 db, unter Berücksichtigung des Alterungsprozesses jedenfalls zu einem Trittschallschutz
von 50 db. Ein Eigentümer einer oberen Wohnung ließ einen Parkettboden verlegen, wodurch sich der Trittschallschutz verschlechterte.

Das OLG München stellte sich auf den Standpunkt, dass zunächst die einzuhaltenden Schalldämmwerte unter Berücksichtigung des Charakters der Wohnanlage und die die Wohnanlage prägenden Umstände festzulegen seien. Die DIN-Norm allein sei hier nicht maßgeblich. Wenn schon nach früherem Bauzustand ein wesentlich besserer Schallschutz als nach der nunmehr geltenden DIN-Vorschrift vorhanden war, dann muss bei Einbau des Parketts der gleiche Schalldämmwert erreicht werden, der dem entspricht, der bei Verbleib des Teppichbelags heute auch unter Berücksichtigung des Alterungsprozesses erreichbar wäre.

Grundsätzlich verlangt die Rechtsprechung demnach bei Altbauten die Einhaltung des früher einmal erreichten besseren Standards, wenn der Bodenbelag gewechselt wird.

INFO-Recht 02/2008
Heinicke & Kollegen
Rechtsanwälte

nach oben


Generation 50plus als Modernisierer
900.000 Verbesserungsinvestitionen pro Jahr geplant –
Wichtiges Motiv: Auch im Alter zuhause wohnen können –
Reparaturbedarf gibt Anstoß zu größeren Maßnahmen


BERLIN – Nicht nur steigende Energiepreise und Sorgen um den Klimaschutz führen zu Investitionen in die Wohnungsbestände. Auch die altersgerechte Optimierung gibt wichtige Impulse für die Modernisierung von Häusern und Wohnungen. Wie eine empirica-Umfrage im Auftrag der Landesbausparkassen (LBS) zeigt, ist vor allem die Notwendigkeit von Reparaturen und Instandsetzungen ein entscheidender Auslöser für größere Verbesserungsmaßnahmen mit einem Volumen von über 10.000 Euro (vgl. Grafik).

Anzunehmen, dass Menschen in Deutschland ab dem Alter von 50 Jahren ihre Hände in den Schoß legen, wenn es um ihre Wohnsituation geht, wäre eine krasse Fehleinschätzung. Ob Mieter oder Eigentümer − viele ziehen dann sogar erneut um. Noch größer ist in dieser wachsenden Bevölkerungsgruppe jedoch das Bedürfnis, ihre Wohnung durch Modernisierungsmaßnahmen zu optimieren. 3,8 Millionen Menschen in dieser Altersgruppe haben nach der Umfrage des Forschungsinstituts empirica in Berlin entsprechende Absichten, 900.000 von ihnen gehen die Investitionen jedes Jahr ganz konkret an.

Besonders aktiv sind dabei nach Auskunft der LBS-Experten naturgemäß die Haushalte, die in ihren eigenen vier Wänden wohnen. Im Unterschied zu den Mietern verfügten sie oft über eine sehr ausgeprägte emotionale Bindung zu ihrer Wohnung oder ihrem Haus, und sie leben in gut funktionierenden Nachbarschaften. Aus diesen Gründen entschieden sich viele Wohneigentümer eher für eine Bestandsoptimierung als für einen Umzug.

Eine klare Mehrheit – nämlich 70 Prozent der Wohneigentümer – nennen als ausschlaggebendes Motiv die Tatsache, dass notwendige Reparaturen oder Instandsetzungen anstehen. Wie die Befragung gezeigt hat, wird dieser Anlass häufig zu zusätzlichen altersgerechten Verbesserungsmaßnahmen genutzt. Das Ziel, bei Hilfs- bzw. Pflegebedürftigkeit in der eigenen Wohnung bleiben zu können, ist mit 38 Prozent denn auch am zweitwichtigsten. Wünsche nach altersgerechtem Wohnen (z. B. eine entsprechende Badezimmerausstattung) und die Verbesserung der Wohnqualität z. B. durch Schwellenfreiheit folgen nahezu gleichauf. Typische Veränderungsmaßnahmen, um im Alter bequemer wohnen zu können, sind nach Auskunft der LBS-Experten: Handgriffe, Treppenlifte und Umbau der Badezimmer, so dass die Dusche schwellenfrei ist.

Die schlichte Erfüllung von nicht weiter spezifizierten „Wohnwünschen“ und das Ziel einer größeren Wohnbequemlichkeit spielen demgegenüber nach Auskunft von LBS Research als Modernisierungs-Investitionsmotiv eine geringere Rolle. Typische Maßnahmen, um die Wohnqualität zu verbessern, sind zum Beispiel getrennte Schlafzimmer im Alter bzw. großzügige Schlafräume mit separatem Ankleideraum, die Einrichtung von Gästezimmern (z. B. für den Besuch der Enkelkinder), die Schaffung von Arbeits- oder Hobbyräumen sowie der Anbau eines Wintergartens. All dies macht für die LBS-Experten das große Modernisierungspotenzial deutlich, das in der weiter wachsenden Gruppe der Haushalte über 50 Jahren steckt.



Während Klimaschutz und Energiesparen zur Zeit in aller Munde sind, gibt es ein weiteres wichtiges Modernisierungsmotiv für den Wohngebäudebestand: die altersgerechte Optimierung. Wie eine empirica-Studie zeigt, will die Generation 50plus eine Reihe von Verbesserungsansätzen nutzen. Hauptauslöser sind dabei anstehende Reparaturen.

LBS Research
10.09.2007

nach oben