
Wie man mit Statistik Energie einspart
Mit der Problematik Energieeinsparung / Energieeffizienz befassen sich die
Internetseiten
www.richtigbauen.de
und www.richtigsanieren.de
bereits seit langem. Die hier zusammen getragenen Daten regen zum Nachdenken an,
reizen aber auch zu Widerspruch und Polemik. Insbesondere die Feststellung, dass
sich der Endenergieverbrauch der deutschen Haushalte seit 10 Jahren nicht nach
unten verändert hat, ist manchem ein Dorn im Auge.
Insofern ist es ganz hilfreich, das behandelte Thema einmal im Zusammenhang zu
betrachten.
Zum Artikel
::
Wirksamkeit von WDVS (Statistik)
bei www.richtigbauen.de
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::
Zur Relation von WDVS und dem
Endenergieverbrauch der Haushalte,
1990-2004
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::
Endenergieverbrauch 2005 (06.2006)
bei www.richtigbauen.de
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::
Energieverbrauch: Entwicklungen und Kennwerte
(03.2006)
bei www.richtigbauen.de
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Hieran wird deutlich, dass eine Betrachtung aller relevanten Kenndaten und Werte
vorgenommen wurde. Dies ist sicherlich noch nicht abschließend geschehen, wird
dennoch gern unterschlagen, um die Kernaussage, dass sich
der Endenergieverbrauch der deutschen
Haushalte seit 10 Jahren nicht nach unten verändert hat, zu relativieren und in
Frage zu stellen.

Grafik zur relativen Entwicklung wichtiger Kennwerte, 1990 = 100%, aus:
:: Energieverbrauch: Entwicklungen und Kennwerte
(03.2006)
bei www.richtigbauen.de
:: PEV, EEV
Der im März 2006 getroffenen Einschätzung "Wohnbevölkerung, Anzahl der Haushalte, Wohnungsbestand und Wohnfläche nehmen
beständig zu. Eine Korrelation zwischen diesen Kenngrößen und dem
Endenergieverbrauch der Haushalte ist mit Sicherheit nicht erkennbar, dafür
dürfte die Streuung zu groß sein." ist auch nach späterer Betrachtung nichts
hinzuzufügen.
Doch schauen wir weiter, die Datenreihen sind fortgeschrieben worden. Mit der
Problematik der Energieeinsparung, auch im Gebäudebestand und im Neubausektor,
befasst sich auch das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi). Von dessen
Internetseite [4] konnte man sich bis dato die unten abgebildete Tabelle
herunterladen.

BMWi: Endenergieverbrauch nach Anwendungsbereichen, 04.2007
Durch Anklicken bekommen Sie das Bild in Originalgröße angezeigt.
Die Tabellen 5 und 7 des BMWi sind in dem Dokument enthalten:
::
Endenergieverbrauch
der Haushalte in Deutschland
Hier wird ein Paradebeispiel präsentiert, indem der Endenergieverbrauch der
privaten Haushalte von 1996 und 2005 verglichen wird. Angegeben werden 3.012,9
PJ (1996) zu 2.731,5 PJ (2005), das sind stolze 9,3% Verringerung! Da immer die
so genannten witterungsbereinigten Werte zugrunde gelegt werden, scheint es
demnach nicht am zunehmend warmen Wetter zu liegen?
Man könnte vermuten, dass diese Zahlenparade dem Zwecke dienen soll, den
Milliardenaufwand bei der energetischen Sanierung zu rechtfertigen. Immerhin
werden über die KfW Milliarden von Euro an Steuergeldern in die Richtung
bestimmter Industriekreise gelenkt.
 |
Die Zahlen scheinen den Bemühungen gem. Wärmeschutzverordnung (WSchV) bzw.
Energieeinsparverordnung (EnEV) recht zu geben. Die Grafik scheint das
beeindruckend zu belegen. Betrachtet man die Werte von 1996 bis 2005,
befindet sich die Trendlinie des Endenergieverbrauchs der deutschen
Haushalte geradezu auf einer Talfahrt.
Das ist doch eine beeindruckende Bilanz und die Grafik macht sich optisch
gut. Dazu kommt, dass die Verbrauchsdaten von der Arbeitsgemeinschaft
Energiebilanzen (AGEB) kommen, die als vertrauendwürdige Quelle
einzustufen ist. Das sind also die Fakten.
Etwas weniger imposant fällt die Bilanz aus, wenn man eben nicht den
Vergleich zum höchsten Wert des betrachteten Zeitraumes führt und wenn man
die korrekten Daten benutzt.

Die Grafik zeigt dieselben Daten derselben Quelle an, nur dass der
Betrachtungszeitraum bis 1990 erweitert wurde. Wenn man sich den höchsten
Wert (hier: 2.890 PJ in 1996) herausgreift und mit dem Wert von 2005
vergleicht, kommt ein ganz anderes Ergebnis heraus, als wenn man den
Zeitraum von 1990 bis 2005 betrachtet.
Dazu kommt noch, dass die weiter oben vom BMWi in seiner Tabelle 7
angegebene Werte 3.012,9 PJ (1996)
zu 2.731,5 PJ (2005) für den Endenergieverbrauch der Haushalte entweder
veraltet oder ganz einfach falsch sind. Dabei sind im BMWi die aktuellen
Daten bekannt, denn in seiner Tabelle 5 werden diese Daten angegeben, die
mit denen der AGEB als Quelle benannten übereinstimmen. Dies verdeutlicht
die Gegenüberstellung der herausgezogenen Daten.
|
|
1996 |
2005 |
|
Daten BMWi Tab.5 |
2.890,4 |
2.640,0 |
|
Daten AGEB |
2.890,4 |
2.665,0 |
|
Daten BMWi Tab.7 |
3.012,9 |
2.731,5 |
Die Zusammenstellung ist selbsterklärend,
so dass es hierzu keiner Erläuterungen bedarf. Die beiden Tabellen,
nämlich Tabelle 5 und Tabelle 7 vom BMWi, sind in dem Dokument enthalten,
welches zum Download steht:
::
Endenergieverbrauch
der Haushalte in Deutschland
(Tabelle, 1990-2005)
Insofern kann man sich die Aufsplittung der Werte des Endenergieverbrauchs
nach Raumwärme, Strom usw. getrost sparen. Falsche Daten bleiben falsch.
Anhand der aktuellen AGEB-Daten lassen sich folgende Feststellungen
treffen:
1.
der Endenergieverbrauch der deutschen
Haushalte nimmt seit 15 Jahren nicht ab
2. der Stromverbrauch der deutschen Haushalte nimmt seit 15 Jahren
beständig zu
3. der Anteil der Haushalte am
Primärenergieverbrauch nimmt seit 15 Jahren nicht ab

Der Stromverbrauch der deutschen
Haushalte nimmt seit 15 Jahren beständig zu.

Der Anteil der Haushalte am Primärenergieverbrauch
nimmt seit 15 Jahren nicht ab.
Dass auch die Wohnfläche im betrachteten
Zeitraum beständig zugenommen hat, ist weiter oben bereits behandelt
worden. Die folgende Grafik zeigt die relevanten Kenngrößen und deren
Entwicklung im selben Zeitraum.

Angesichts der dargestellten Entwicklung dürfte es schwer fallen, eine
direkte Korrelation des spezifischen Endenergieverbrauchs der Haushalte zu
deren Wohnflächenentwicklung zu erkennen. Ganz offensichtlich spielen noch
andere Faktoren eine Rolle, wobei die Witterung aufgrund der
witterungsbereinigten Umrechnung der Verbrauchsdaten als Einflussgröße
nicht noch einmal in Frage kommt.
Neben der gesicherten Feststellung, dass
der Endenergieverbrauch der deutschen
Haushalte seit 15 Jahren nicht abnimmt, muss man aber auch konstatieren,
dass der spezifische Endenergieverbrauch immerhin etwas abgenommen hat. Dabei
ist es egal ob man den Wert von 2005 mit dem von 1996 oder mit dem von
1990 vergleicht: eine Verringerung gibt es.

Seit 2001 stagniert die Zunahme an Wohnfläche, bis 2000 gab es einen
stetigen Anstieg.
Fragt sich nur: um wie viel ist der spezifische Endenergieverbrauch der deutschen
Haushalte zurückgegangen?
Auch hierfür liefern uns die bereits bekannten Daten die Antwort.

Zusammengestellte Daten 1990 - 2005
Durch Anklicken bekommen Sie das
Bild in Originalgröße angezeigt.
Folgende Kenngrößen sind hier enthalten:
- Wohnbevölkerung (Mio.)
- Anzahl der Haushalte (Mio.)
- Wohnungsbestand (Mio.)
- Wohnfläche (Mio. m2)
- EEV HH (PJ)
- Wfl./WE (m2/WE)
- EEV/Wfl. (kWh/m2)
Markant sind die Daten von 1990, 1996 und 2005, deshalb sind sie in der
oberen Tabelle mit den Rohdaten rot markiert. Nun wurde in zwei Varianten
folgendes gemacht: zum einen wurden die Werte von 1996 =100% gesetzt und
zum anderen wurden die Werte von 1990 =100% gesetzt.
Wer sich an vorgeblichen Energiesparerfolgen berauschen möchte, nimmt den
Vergleich 1996 zu 2005 und kommt auf rd. 14% verringerten spezifischen
Endenergieverbrauch im Laufe von 9 Jahren.
Etwas nüchterner fällt der Vergleich 1990 zu 2005 aus: nur bescheidene 5%
sind es in 15 Jahren.

Nun drängt sich geradezu die Frage auf: Wie ist es zu den 5% Verringerung
beim spezifischen
Endenergieverbrauch der Haushalte in 15 Jahren gekommen?
Wie bereits oben ausgeführt: die
Witterung kommt aufgrund der witterungsbereinigten Umrechnung der
Verbrauchsdaten als Einflussgröße nicht noch einmal in Frage, da die AGEB
so genannte witterungsbereinigte Daten liefert. Wie geschieht das: man
misst die Temperaturen (hier muss es wohl die "Globaltemperatur" von
Deutschland sein) und rechnet anhand des Grenzwertes des Heizungsbetriebes
sowie eines festgelegten Wertes für die Innenraumluft (wo wird die
eigentlich gemessen?) etwas Statistik aus, das sind die so genannten
Heizgradtage, z.B. HGT 19/12.
Allerdings weiß selbst der Laie, dass die Witterung aus mehr als nur der
Außenlufttemperatur besteht. Jedoch lassen sich mittels der Normen die
Randbedingungen beliebig hin- und wegnormieren, so dass Niederschläge und
Sonneneinstrahlung für die Energiebilanz des Gebäudes nicht mehr so
wichtig sind. Man erkennt bereits hier deutliche Fehlerquellen.
::
Temperaturbereinigung
Worüber man nicht nachdenken muss, sind die gestiegenen Ölpreise. Das ist
ein schmerzhafter Fakt, an dem keiner vorbeikommt. Die Gaspreise sind
übrigens an den Ölpreis gekoppelt. Ob geiz geil macht, wie uns die Werbung
einzureden versucht, ist nicht ganz klar. Auf jeden Fall macht Geiz
geizig, das soll heißen: es liegt in der Natur des Menschen, etwas weniger
auszugeben, wenn die Preise nach oben klettern.
Beim Heizöl sind die Preise nicht nur geklettert, sondern raketenartig
nach oben geschossen: seit 1999 um über 44 Prozent teurer; 2004/2005 zu
2005/2006 rd. 21%.
Informationen zu Energieträgern, Energieverbräuchen und Energiepreisen
finden Sie bei www.richtigbauen.de.
Was ist die Folge? Es wird etwas weniger verheizt, man "dreht die Heizung
runter". Bekannt ist der Daumenwert: 1 Grad weniger an Raumlufttemperatur
bringt 4-6% weniger Heizenergieverbrauch.
Weniger Heizenergieverbrauch bedeutet einen geringeren
Endenergieverbrauch. Die Wahrscheinlichkeit, dass die 5% Einsparung auf
den Geiz bzw. Sparwillen der Bewohner zurückzuführen sind, ist sehr hoch.
Dazu kommen diverse Fehlerquellen bei der Ermittlung der Verbrauchswerte.
::
Fehlerquellen
Fazit scheint zu sein, dass im
volkswirtschaftlichen Maßstab die milliardenschweren energetischen
Sanierungsmaßnahmen effektiv nichts gebracht haben. Auch vorgeschobene
Studien ändern an dieser globalen Feststellung nichts. Hier ein fehl
interpretiertes Beispiel.

Artikel
Deutsche geizen beim Heizen bei richtigbauen.de
Z.B. muss hierfür eine Studie von techem herhalten, über die im Juni 2006
berichtet wurde (Link zum Artikel siehe oben). Der
spezifische Heizölverbrauch in 185.000 westdeutschen Haushalten in
Mehrfamilienhäusern mit Zentralheizung ist über die Jahre zurück gegangen.
Fein. Über die Ursachen wird keine Aussage getroffen. Einfamilienhäuser
und Gebäude mit Gasheizungen sind nicht erfasst.
Bleibt die Frage: wie repräsentativ sind diese Werte? In die Untersuchung
einbezogen wurden 0,185 Mio. WE von 39,6 Mio. WE. Das entspricht 0,47% des
deutschen Wohnungsbestandes. Hingegen sind die Daten der AGEB
repräsentativ, denn sie erfassen alle Haushalte. Diese Daten sprechen eine
klare Sprache:
Im volkswirtschaftlichen
Maßstab haben die milliardenschweren energetischen Sanierungsmaßnahmen
über den Zeitraum von 1990 bis2005 effektiv nichts gebracht. Das ist in
hohem Maße unwirtschaftlich und selbst bei 5% Einsparung (hier beim
spezifischen Endenergieverbrauch der Haushalte) lässt sich eine akzeptable
Amortisation nur schwerlich darstellen.
Zu den milliardenschweren
energetischen Sanierungsmaßnahmen gehören:
- WDVS
zum Dämmen der Fassaden
-
Fenster: Fensteraustausch, Fenstererneuerung
- Heizungserneuerung (Wirkungsgrade über 100%)
-
Heizkesselaustausch (das
Alter zählt, egal wie der Wirkungsgrad ist)
Dazu kommt, dass alle neuen Gebäude nach EnEV errichtet werden, dass die
Geräte und Anlagen immer effektiver und sparsamer sein sollen und dass der
Mensch von natur aus sparsam - um nicht zu sagen: geizig - ist. Die
Praxis
ist das Maß der Dinge und Wirtschaftlichkeit ist durch das Verhältnis von
Nutzen und Aufwand gekennzeichnet.
Darüber sollten wir nachdenken. Und wichtig ist die Frage: geht es darum,
spezifische Kennwerte zu verbessern oder ist es nicht besser für Ökologie
und Ökonomie, die Verbräuche insgesamt zu reduzieren? Klar geregelt ist
zumindest, wer für all das die Zeche zahlt. U.a. hiermit befasst sich der
nachfolgend verlinkte Artikel.

:: Gabriel: 50% sind üblich, bis zu 90% realistisch
(04.2007)
Mit Energieeffizienz im Gebäudebestand befasst sich auch das
Bundesumweltministerium.
Dass eine Reduzierung der Wärmeverluste mittels
WDVS um 50 Prozent üblich und eine Absenkung
um bis zu 90 Prozent im Einzelfall durchaus realistisch sei, darf man guten
Gewissens als Wunschdenken abtun. Immerhin ist es interessant zu beobachten,
dass wir uns dem perpetuum mobile an der Hauswand wieder einen guten Schritt
genähert haben. Man darf gespannt sein, wann die 100%-Einspar-Marke gerissen
wird.
Quellenverzeichnis:
[1]
Auswertungstabellen zur Energiebilanz
für die Bundesrepublik Deutschland
1990 bis 2006
- Berechnungen auf Basis des Wirkungsgradansatzes -
Stand: Juli 2007
2. Energiegewinnung und Energieverbrauch
Endenergieverbrauch nach Anwendungsbereichen
Tabelle 2.1: Struktur des Energieverbrauchs in Deutschland nach Sektoren
Tabelle 2.8.2.1:
Endenergieverbrauch der Haushalte in
Deutschland
Letzte Änderung: 24.04.2007
Hrsg::
Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen, Verband der Elektrizitätswirtschaft
- Projektgruppe Nutzenergiebilanzen
Quelle:
http://www.ag-energiebilanzen.de/cms/verwaltung/files.php?path=../../daten/1186392950_91.0.124.221.xls-&name=Ausw_31072007.xls&mime=application/vnd.ms-excel
[2]
Endenergieverbrauch nach Anwendungsbereichen,
Deutschland,
Energiedaten
Tabelle 7
letzte Änderung: 24.04.2007
Hrsg:: Bundeswirtschaftsministerium (BMWi)
Quelle:
http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/Binaer/Energiedaten/energiegewinnung-und-energieverbrauch5-eev-nach-anwendungsbereichen,property=blob,bereich=bmwi,sprache=de,rwb=true.xls
[3]
Struktur des Energieverbrauchs,
Deutschland,
Energiedaten
Tabelle 5
letzte Änderung: 13.12.2006
Hrsg:: Bundeswirtschaftsministerium (BMWi)
Quelle:
http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/Binaer/Energiedaten/energiegewinnung-und-energieverbrauch3-struktur-energieverbrauch,property=blob,bereich=bmwi,sprache=de,rwb=true.xls
[4]
Pfad:
www.bmwi.de → Energie → Energiestatistiken → Energiegewinnung und
Verbrauch
→ Struktur des Energieverbrauchs
→ Endenergieverbrauch nach Energieträgern
→ Endenergieverbrauch nach Anwendungsbereichen
[5]
Eigene Quellen sind bereits im Textverlinkt.
Das betrifft Seiten bei
www.richtigbauen.de
und bei www.richtigsanieren.de,
die in einem neuen Fenster geöffnet werden.
Erläuterungen
EEV
Der Endenergieverbrauch gibt Auskunft über die Verwendung von Primär- und
Sekundärenergieträgern in bestimmten Verbrauchergruppen, soweit sie
unmittelbar der Erzeugung von Nutzenergie dienen. Energetisch und
energieökonomisch handelt es sich jedoch noch nicht um die letzte Stufe
der Energieverwendung. Es folgen noch die Nutzenergiestufe (z. B. Nutzung
als Licht, Wärme) und die Energiedienstleistungen.
(Arbeitsgruppe Umweltökonomische Gesamtrechnungen der Länder (AG UGRdL))
::
zurück
Temperaturbereinigung
Um die Entwicklung des Energieverbrauchs unabhängig vom Einfluss der
Temperaturschwankungen darstellen zu können, wurde die Zeitreihe des
Primärenergieverbrauchs der Länder ab 1990 einer Temperaturbereinigung
unterzogen. Im Ergebnis wird ein fiktiver Primärenergieverbrauch
dargestellt, der sich ergeben hätte, wenn die jährlichen
Durchschnittstemperaturen konstant dem langjährigen Mittel entsprochen
hätten. Dabei wurden länderspezifische Korrekturfaktoren auf der Basis von
Gradtagszahlen regionaler Wetterstationen sowie Informationen des VDEW
über den Raumwärmeanteil am Nutzenergieverbrauch verschiedener
Energieverbrauchergruppen in Deutschland verwendet."
(Länderarbeitskreis Energiebilanzen)
::
zurück
Substitutionsprinzip
Bei der Bewertung derjenigen Energieträger, für die es keinen
einheitlichen Umrechnungsmaßstab wie den Heizwert gibt, wurde bei den
deutschen Energiebilanzen bis 1995 der Substitutionsmethode gefolgt. Das
betraf den Außenhandel mit Strom sowie die Stromerzeugung auf Basis von
Wasserkraft, Wind und Sonnenenergie, Kernenergie und Müll.
Bei der Bewertung dieser Energieversorgungsbeiträge wurde von der
methodischen Überlegung ausgegangen, daß dadurch eine entsprechende
Stromerzeugung in konventionellen Wärmekraftwerken substituiert wird. Als
vereinfachende Hilfsgröße für die primärenergetische Bewertung wurde der
durchschnittliche spezifische Brennstoffverbrauch in konventionellen
öffentlichen Wärmekraftwerken herangezogen. Die Kernenergie, die
Wasserkraft usw. wurden im Rahmen des Primärenergieverbrauchs also so
bewertet, als ob die jeweilige Strommenge in konventionellen
Wärmekraftwerken mit dem entsprechenden Brennstoffaufwand erzeugt worden
wäre.
(AGEB)
::
zurück
Wirkungsgradmethode
Die Bewertung der Stromerzeugung auf der Basis von Kernenergie, Wasser-
und Windkraft sowie des Außenhandels mit Strom beruht auf der sog.
Wirkungsgradmethode. Dabei werden die Stromerzeugung aus Kernenergie mit
einem Wirkungsgrad von 33 vH, die übrigen genannten Energieträger sowie
der Stromaußenhandel auf der Basis des Heizwertes der elektrischen Energie
von
3.600 kJ/kWh, das entspricht einem Wirkungsgrad von 100 vH, bewertet. Im
Vergleich zu dem früher üblichen Substitutionsansatz führt dies bei der
Kernenergie zu einem höheren, bei den anderen
Energieträgern zu einem niedrigeren Primärenergieverbrauch.
(AGEB)
::
zurück
Fehlerquellen, Unschärfen
Vergleicht man die Werte des Primärenergieverbrauchs im Zeitraum 1980 -
1994, stellt sich eine Abweichung von 0,1-0,9% bei den Werten nach beiden
Methoden dar. In Rubrik 2 Endenergieverbrauch in den Ländern in Tabelle
2.3.4 Endenergieverbrauch der Haushalte, des Gewerbes, des Handels, der
Dienstleistungen und übrigen Verbraucher seit 1990 vom Länderarbeitskreis
Energiebilanzen, Stand 2007, fehlen folgende Länderdaten: Niedersachsen
1992, 1993, 1995, 1997, 1999, 2001, 2003 und Hamburg 1998-2002. Für 2004
fehlen die Daten von 4 Ländern.
::
zurück
Fakten & Grundlagen
::
Energiethemen
bei
www.richtigbauen.de
:: Wärmedämmung,
WDVS
bei www.richtigbauen.de
::
Bauphysik
bei
www.richtigbauen.de
:: Dokumente im Download
Dokumente im Download
::
Endenergieverbrauch
der Haushalte in Deutschland
(Tabelle, 1990-2005)
::
Endenergieverbrauch
der Haushalte in Deutschland
(Tabelle, 1990-2005)
DIMaGB, 17.08.2007
Vorabzug, noch nicht redigiert
Änderungen und Ergänzungen vorbehalten
Querverweis:
:: Der CO2-Gebäudereport 2007 (12.2007)
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