
Praxisbeispiele und Praxisberichte
Projekt: HEBB
Erläuterung der
Modernisierungsinhalte
Bezug: Baubeschreibung zur
Baugenehmigung, Gebäudeenergieausweis
Abgrenzung: betroffen ist die Mietwohnung im OG, da ansonsten Leerstand
vorhanden ist
Eine wesentliche Verbesserung stellt die Abgeschlossenheit der neuen Wohneinheit
dar. Die Wohnung besteht neu aus den über einen zentralen Flur erreichbaren
Zimmern, sie ist durch eine Wohnungseingangstür vom übrigen Bereich abtrennbar.
Der Bestand ist durch eine Verteilung der Wohnräume über einen gemeinsam
nutzbaren Flur gekennzeichnet.
Mit der Neuorganisation der Grundrisse verbunden ist die mittige Neuanordnung
des Treppenhauses. Das Treppenhaus wird mit seinen Teilen in F90 ausgebildet,
was eine wesentliche Verbesserung der Situation hinsichtlich Sicherheit im
Brandfall darstellt. Aufgrund insgesamt kürzerer Wege werden die Kosten für
Reinigung geringer gehalten. Die neue, vorn zentral gelegene Hauseingangstür
bietet einen wesentlich höheren Sicherheits- und Wärmeschutzkomfort im Vergleich
zur Bestandssituation.
Im Zuge der Baumaßnahme werden durch den Einbau von Trockenestrich und von
abgehängten Decken die bestehenden Holzbalkendecken hinsichtlich Brandschutz und
Schallschutz ertüchtigt. Das Gefahrenpotenzial für Leib und Leben wird für den
Brandfall stark reduziert, was auch in Verbindung mit dem neuen Treppenhaus zu
sehen ist.
Die Gebäudehülle wird energetisch verbessert, was insgesamt allen Mieteinheiten
zugute kommt. So war z.B. eine Dachdämmung nicht vorhanden und die im Zuge der
Maßnahme gedämmte westliche Giebelwand ist nur eine 24er Wand. Der
Fassadenanstrich TS verbessert zudem den Ueff
der Außenwand, ohne die Sorptionsprozesse zu behindern und ohne solare Erträge
zu schmälern.
Es wird eine moderne
Zentralheizungsanlage eingebaut, die zugleich die Warmwasserbereitung
sicherstellt. Es handelt sich um eine Anlage mit Brennwerttechnik, die
effizienter, energiesparender und umweltschonender ist als die bestehende.
Hinsichtlich der Raumgestaltung stellt es eine Verbesserung dar, dass alle Räume
mehr als die Mindesthöhe von 2,50 m für Aufenthaltsräume haben werden. Das neue
Badezimmer ist nicht nur höher, sondern auch geräumiger und es bietet Platz für
Badewanne und Dusche.
Die Besonderheit bei dieser Umbaumaßnahme mit Modernisierung besteht darin, dass
Wünsche des Mieters in hohem Maße berücksichtigt werden. Dies betrifft die
Grundrissgestaltung als auch Details bei Installationen. Hierzu standen Bauherr
und Mieter bereits zu Jahresbeginn im Kontakt.
Zur Dauer der Maßnahme: die linke WE im OG (WE1) ist voraussichtlich Ende August
2007 fertig. Dazu ist uneingeschränkt die Zugänglichkeit über den Mittelflur zu
gewährleisten. Als Umzugstermin ist die 35. KW avisiert. Die Gesamtmaßnahme wird
voraussichtlich bis Ende September 2006 laufen. In Abhängigkeit vom
Vermietungsstand kann es partiell zu nachlaufenden Arbeiten kommen.
X. gehört seit 2002 zur Mietenstufe 4 im Land B.
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